Dieses sehr "raue" Schaubild soll zeigen, dass die Masse der Kommunikation zwischen Menschen von Sachtexten bestimmt wird - literarische, also fiktive, künstlerische Texte spielen nur eine Rolle am Rande.

Dann soll deutlich werden, dass Sachtexte sachlich sein können (etwa im Bereich der Beschreibung), aber auch Gefühle zeigen können, weniger im argumentativen als vielmehr im appellativen Bereich.

 

2.      Begreifen, dass „Sachtexte“ etwas sehr Wichtiges sind, das positiv, aber auch negativ eingesetzt werden kann

  • Wenn immer Menschen kommunizieren und dabei auch sprachlich handeln, läuft das über Sachtexte.
  • Nur selten werden in einem Gespräch Gedichte, eine ausgedachte Geschichte oder eine kleine Dramenszene erfunden.
  • Und wenn das mal passiert, geschieht das meist auch noch ein einem Sachzusammenhang. Man denke etwa an ein Geburtstagsgedicht für die Oma oder an eine kleine Szene, die sich jemand ausdenkt, um den anderen etwas klarzumachen. Märchenerzähler im traditionellen Sinne gibt es bei uns kaum noch. Allenfalls werden Witze mal erzählt – einfach nur, weil man drüber lachen kann.
  • Kehren wir zum Ausgangspunkt zurück: Sachtexte werden eingesetzt im Sinne von sprachlichem Handeln. Das heißt: Der Sprecher bzw. Autor verfolgt dabei meistens Ziele.
  • Und wie Menschen so sind, dienen diese Ziele meistens eigenen Interessen.
  • Umso wichtiger ist es, das zu erkennen und so zu reagieren, dass es den eigenen Interessen entspricht.
  • „Interessen“ sind überhaupt nicht grundsätzlich etwas Schlimmes: Zum Beispiel kann jemand einen anderen sprachlich in Schutz nehmen. Oder er macht einen Verbesserungsvorschlag, weil ihm das wichtig ist und weil es vielleicht auch honoriert wird.
  • Halten wir fest: Es ist sehr sinnvoll, sich mit Sachtexten zu beschäftigen. Zum einen um sie im richtigen Moment gut zu gestalten, zum Beispiel einen Bittbrief oder auch eine gut begründete Ablehnung.
  • Zum anderen sollte man sich mit Sachtexten auskennen, um unangemessene oder gar gefährliche Ansprüche an einen selbst zu erkennen und möglicht geschickt zurückzuweisen oder abzuwehren.

Dieses kleine Schaubild soll deutlich machen, dass es neben dem körperlichen auch sprachliches Handeln gibt.

Letztlich gehört natürlich auch das künstlerische, literarische, fiktive Sprechen dazu, aber das hat neben seinem Kontextbezug auch den Charakter einer ganz eigenen Welt.

 

Bei diesem Schaubild ging es uns darum, zu zeigen, dass mit einem Sachtext mehr oder weniger immer auch Interessen verbunden sind. Die müssen von der Gegenseite analysiert (und übrigens auch interpretiert) werden.

Analyse wäre die Suche nach Antworten auf die Frage: Was steht drin, was ist damit gemeint, was steckt dahinter?

Interpretation geht dann in die Richtung: Was fangen wir damit an? Wie reagieren wir darauf - und dann ist man schon nicht mehr weit weg von der Formulierung eines Gegen-Sachtextes, wobei Rhetorik eine große Rolle spielt. Darunter ist viel mehr zu verstehen als einfach nur das Ausschmücken eines Textes. Es geht auch um die Herstellung von möglichst viel Wirkung. Dazu gehören besonders der Aufbau, die Akzentuierung, aber auch das Verschweigen von Dingen.

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